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Ingenieure und der Arbeitsmarkt

Die Beschäftigungen in vielen Dienstleistungsbrachen nehmen zu. In den Bereichen Sachgütererzeugung, Energie- und Wassererzeugung sowie Bergbau ist aber eher das Gegenteil der Fall.

Die Auslöser dieser Tatsache sind

  • Technische und organisatorische Innovationen
  • Zunehmende internationale Arbeitsteilung
  • Demographischer Wandel
  • Änderung der Lebens- und Konsumgewohnheiten

Der Beschäftigungsanstieg des Dienstleistungssektors, die Bauwirtschaft ausgenommen, wird jährlich mit einem Plus von 1,6% kalkuliert. Gleichzeitig gibt es eine große Nachfrage nach höheren Qualifikationen. Immerhin soll die jährliche Wachstumsrate der Beschäftigten bei Akademikern bei +2,3% liegen, wobei vor allem im technischen und medizinischen Bereich und in den Naturwissenschaften dieser Anstieg zu erwarten ist.

Auch die Bauwirtschaft hingegen verzeichnet Auftragszuwächse. Die Beschäftigung stieg immerhin leicht an. Eine gute Entwicklung sieht man in Infrastrukturprojekten und im Wohnungsbau.
Bei Maschinen- und Anlagebau scheint die Entwicklung in die Richtung „flexible Fertigung“ zu gehen. Das bedeutet maximale Flexibilität der Maschinen, kurze Umrüstzeiten, einfache Bedienung und hohe Präzision. Dabei konnte der Maschinenbau im 1.Halbjahr des Jahres 2007 ein Umsatzplus von 18% verzeichnen. Auch der Beschäftigungszuwachs stieg um 5,7%. Gute Beschäftigungsmöglichkeiten werden vor allem für spezialisierte MaschinenbautechnikerInnen, ElektroanlagenbautechnikerInnen oder ProduktionstechnikerInnen gesehen. SchiffbauerInnen und WaagenherstellerInnen jedoch befinden sich hinsichtlich der Beschäftigungsmöglichkeiten eher im Rücklauf.

Die Maschinen haben jedoch mittlerweile immer mehr die neueste Software, Elektronik und Sensorik. Entsprechend gefragt ist daher auch entsprechend qualifiziertes Personal in diesen Sparten. Doch auch in der Forschung und Elektroindustrie, im Anlagen- und Sondermaschinenbau sowie in der pharmazeutischen und chemischen Industrie sind reichliche Arbeitsplätze vorhanden. Außerdem werden auch Ingenieure für den Vertrieb immer wieder gesucht.

Sobald man einen Gesamtüberblick hat, wird man feststellen, dass bei den Ingenieuren nach Spezialisten gesucht wird. Fachkräfte mit fundierter Ausbildung sind gefragt, die sich außerdem noch ständig weiterbilden und mit neuen Werkstoffen und Technologien auseinandersetzten. Man sucht nach den besten Talenten.

Es gibt genügende Ingenieure. Das Problem beginnt oft schon während der Ausbildung, da diese nicht genügend flexibel ist und die Markterfordernissen oft nicht erfüllt. So sind viele Absolventen nicht auf die kommenden Erfordernisse vorbereitet worden. Damit die Jobsuche schließlich gelingt ist es wichtig, sich schon während des Studiums interdisziplinär auszutauschen und ein Gespür für Trends zu haben. Entsprechend oft merken viele Ingenieure älteren Alters, wie schwierig die Arbeitssuche ist, da das Vorurteil kursiert, sie wären zu wenig Flexibel und könnten mit moderner Technologie nicht umgehen. Doch durch stetige Weiterbildungen wird man weiterhin gute Arbeitsmarktchancen haben.


© StepStone, 2010

 
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